Unfall mit dem Elektroauto – Darum ticken die Uhren hier anders

Ein Unfall ist immer ein Schock. Doch wenn Sie mit einem Elektroauto oder Plug-in-Hybrid in einen Crash verwickelt sind, schwingt oft noch eine zusätzliche Sorge mit: Ist die Batterie beschädigt? Besteht Brandgefahr? Tatsächlich unterscheidet sich die Schadensregulierung und Begutachtung bei einem E-Auto maßgeblich von der eines klassischen Verbrenners. Wir erklären Ihnen, worauf Sie nach einem Unfall mit dem Stromer unbedingt achten müssen und warum nicht jeder Gutachter für Elektroautos geeignet ist.

Das Herzstück in Gefahr: Die Hochvoltbatterie

Das teuerste und sensibelste Bauteil eines Elektroautos ist die Hochvoltbatterie. Sie ist meist im Unterboden des Fahrzeugs verbaut. Schon bei scheinbaren Bagatellschäden (wie dem Überfahren einer hohen Verkehrsinsel oder einem Auffahrunfall) kann die Batterie unsichtbare Risse oder Mikroschäden davongetragen haben.

Das tückische daran:

  • Ein winziger Haarriss im Batteriegehäuse kann Feuchtigkeit eindringen lassen.
  • Das kann im schlimmsten Fall zu einem Kurzschluss oder zeitverzögertem Fahrzeugbrand führen.
  • Die Hersteller haben hier extrem strenge Herstellervorgaben: Oft muss die gesamte Batterie getauscht werden, selbst wenn sie von außen noch intakt wirkt. Ein solcher Tausch kostet schnell 10.000 bis 20.000 Euro – ein enormer Schaden, der bei einer falschen Begutachtung auf Ihren Schultern lasten könnte.

Vorsicht beim Abschleppen und auf dem Hof

Nach einem Unfall gilt beim E-Auto: Finger weg von orangenen Kabeln! Diese signalisieren Hochspannung. Auch das Abschleppen darf nur durch geschultes Personal erfolgen. Ein E-Auto darf in der Regel nicht rollend auf einer Achse abgeschleppt werden, da der Elektromotor sonst Energie erzeugt (Rekuperation), was das System überhitzen kann. Es muss auf einem Plateauwagen abtransportiert werden.

Zudem benötigen Unfall-Elektroautos in Werkstätten oft einen speziellen Quarantäneplatz im Freien, falls sich die Batterie nachträglich entzündet.

Warum ein „normales“ Gutachten beim E-Auto nicht reicht

Für die Begutachtung eines Elektroautos benötigt ein Kfz-Sachverständiger eine spezielle Zusatzqualifikation (den sogenannten „Hochvolt-Schein“ bzw. die Qualifikation für Arbeiten an HV-Systemen).

Ein qualifizierter Gutachter prüft bei einem E-Auto unter anderem:

  • Fehlerspeicher: Welche Warnmeldungen gibt das Batteriemanagementsystem aus?
  • Bodenkratzer: Sind Schleifspuren am Unterboden vorhanden, die auf eine Krafteinwirkung auf die Batterie hindeuten?
  • Herstellervorgaben: Greifen spezielle Richtlinien des Herstellers, die nach einem Crash den sofortigen Tausch bestimmter Hochvolt-Komponenten vorschreiben?

Verlässt man sich hier auf die oberflächliche Schätzung der gegnerischen Versicherung oder eines ungeschulten Prüfers, bleibt man schnell auf immensen Folgekosten sitzen.

Bewerte uns post

Kategorie

Archiv

KFZ Sachverständiger Frankfurt am Main

N

Besichtigung vor Ort oder in der Werkstatt

auch ohne Termin

N

Direkte Zusammenarbeit mit Werkstatt

N

Kurz-, Wert,- Schadensgutachten

N

24 h Service

kfz gutacher, kfz sachverständiger, kfz-sachverständiger frankfurt kfz-sachverständiger frankfurt, kfz sachverständiger frankfurt am main und kfz sachverständiger frankfurt